Familienhebamme
Tätigkeitsfeld einer Familienhebamme
Die Arbeit der Familienhebamme hat die Gesundheit von Mutter und Kind mit Hilfe niedrigschwelliger Angebote innerhalb des sozialen Netzes zum Ziel.
Familienhebammen sind staatlich-examinierte Hebammen mit einer 200-stündigen Zusatzqualifikation durch den Bayerischen Hebammen Landesverband. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der psychosozialen, medizinischen Beratung und Betreuung von Familien mit erhöhtem Förderbedarf durch aufsuchende Tägtigkeit und interdiszipiläre Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes.
Ihr Einsatz findet bei Familien in besonderen Lebenslagen statt, wie zum Beispiel:
- Jugendliche Schwangere
- Frauen/Partner mit psychischen Belastungen oder Erkrankungen
- Chronische Erkrankungen in der Familien z.B. Hepatitis, HIV pos
- Situation häuslicher GEwalt
- Familiäre Überforderung
- Familien mit Migrationshintergrund und fehlender Einbindung in das Gesundheitssystem
- Kinder mit besonderem Förderbedarf z.B: Frühchen, Behinderung, etc.
- Familien die in sozialer Isolation leben
- Familien mit Suchtproblematik
- Geringer sozio-ökonomischer Status
Diese Familien haben häufig einen erhöhten Hilfebedarf in der SChwangerschaft und nach der Geburt.
Zur Betreuung dieser Familien sind Familienhebammen speziell fortgebildet.
Schwerpunkte der Arbeit
- Unterstützung, Beratung und Betreuung
von Eltern mit eingeschränkter Fähigkeit zur Alltagsbewältigung - Motivation von Mutter und Kind
in schwierigen Lebensumständen durch Hilfe zur Selbsthilfe - Netzwerk und Kooperationsarbeit
zur Schließung von Versorgungslücken - Hinwirken auf die Teilnahme an Vorsorge und Präventionsmaßnahmen
für Mutter und Kind - Förderung und Beobachtung
der Entwicklung der Mutter-Kind-Beziehung - Beobachtung
der körperlichen, neurologischen und emotionalen Entwicklung des Säuglings - Konfliktberatung in allen Lebenslagen
rund um die Geburt des Kindes - Integration der Familie
in bestehende Gruppenangebote (Babymassage, etc.) - Anleitung
zu altersentsprechender Ernährung, Pflege und Handling des Kindes