Familienhebamme

Als Familienhebamme habe ich eine zusätzliche Qualifikation erworben. 
In deren Rahmen ich durch eine 200-stündige Fortbildung durch den Bayerischen Hebammen Landesverband speziell geschult wurde.

Aufgabe einer Familienhebamme ist es, Mütter oder Familien zu betreuen, die besonderer Unterstützung bedürfen, weil sie sich in einer schwierigen Situation befinden. Dieses Betreuungsangebot kann zusätzlich zu den regulären Dienstleistungen einer Hebamme in Anspruch genommen werden. Den Schwerpunkt der Tätigkeit bildet die psychosoziale und medizinische Beratung. Die Familienhebamme sucht die Familien, bei denen ein erhöhter Förderbedarf besteht, zu Hause auf. Falls erforderlich, arbeitet sie auch mit Angehörigen anderer Berufsgruppen interdisziplinär zusammen. Sie begleitet die betroffenen Familien in der Regel bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes, auf Wunsch auch bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres.


Es kann viele unterschiedliche Gründe geben, die den Einsatz einer Familienhebamme sinnvoll machen. Sie kümmert sich zum Beispiel um jugendliche Schwangere, steht aber auch Frauen bei, die selbst oder deren Partner unter psychischen Belastungen oder Erkrankungen leidet. Auch das Vorhandensein von chronischen Erkrankungen in der Familie kann Anlass für die Hinzuziehung einer Familienhebamme sein. Entsprechendes gilt, wenn die Familie ein Kind mit besonderem Förderbedarf hat.


Selbstverständlich unterstützt die Familienhebamme auch Familien mit Migrationshintergrund, die nicht hinreichend in unser Gesundheitssystem eingebunden sind. 


Die Familienhebamme berät die betroffenen Familien und zeigt Wege zur Selbsthilfe auf. Sie nimmt Netzwerke in Anspruch, durch verschiedene Gruppenangebote, wie zum Beispiel die Babymassage. 


Die Familienhebamme leistet schließlich auch Trauerbegleitung nach dem Tod eines Kindes oder einer Fehlgeburt.